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Fotokunst-Kalender

„Kirche Kunst & Küste“, limitierte Auflage in DIN A3

St. Bartholomäus-Kirche in Wesselburen

Warum fotografiert man eine Kirche?

Orte können uns gefangen nehmen durch ihre Schönheit und die Seele beflügeln. Die Symmetrie der historischen Architektur - eingefangen in Bildern: Später Barock, warme Farben und Figuren von Künstlerhand geschaffen, erzählen aus längst vergangenen Tagen. Einerlei ob wir religiös sind oder nicht - solche Räume sind für das ästhetische Auge und den freien Geist eine Freude. Sie weisen über den Einzelnen hinweg, denn sie existierten schon viele, viele Generationen vor uns und werden wohl auch noch nach unserer Zeit durch ihre Ästhetik den Gast zum Staunen bringen.
Möge der Kalender die Phantasie anregen, ein schönes Erinnerungsstück werden.

Die St. Bartholomäus-Kirche in der Nordermarsch

Die St. Bartholomäus-Kirche in Wesselburen (Dithmarschen), an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein, ist ein auffälliger Bau. Der ungewöhnliche Zwiebelturm ist weithin in der flachen Marsch sichtbar. Die Ausstattung der Kirche ist im spätbarocken Stil gehalten.
Die Kanzel stammt von dem Wesselburener Tischler und Bildhauer Albert Hinrich Burmeister. Sie wird getragen von den Figuren des Moses und Johannes des Täufers. Auf dem Kanzeldeckel steht Christus der Auferstandene mit der Siegesfahne in der Hand.

Fotokunstkalender St. Bartholomäus mit Christus, der Auferstandene

Ursprünglich (ca. um 1200) aus Feldsteinen errichtet, war die St. Bartholomäus-Kirche nur so breit wie der heutige Altarraum. Aus dieser Zeit stammt der Taufstein, der nun seitlich unter der Kanzel steht. Nach ca. zwei Jahrhunderten wurden die Seitenschiffe angebaut, so dass eine dreischiffige Kirche entstand. Die Sakristei und die östlichen Endwände der beiden Seitenschiffe dieses gotischen Baus sind in der Urform erhalten geblieben, alles andere fiel dem großen Brand von 1736 zum Opfer.
Gerade zwei spätgotische Figuren, Maria und Johannes, konnten vor den Flammen gerettet werden.

Fotokalender St. Bartholomäus, Maria und Johannes

Nach dem großen Brand, dem auch große Teile Wesselburens zum Opfer fielen, erhielt der Baumeister Johann Georg Schott den Auftrag, die abgebrannte Kirche wieder aufzubauen. Von der alten Kirche konnten die nur zur Hälfte vernichteten Umfassungsmauern wieder benutzt werden. Die Dreischiffigkeit wurde aufgegeben und es entstand ein fast quadratisches Kirchenschiff mit schmalem Chor und Apsis, einem hölzernen Muldengewölbe und drei Emporen.

Zwei Jahre nach der Feuersbrunst war die Kirche wieder aufgebaut. Der Spruch im Gewölbe heißt im Original: „Mich hatte Gottes Wuth durch Feuers Brunst verbranndt (1736). Jetzt wird ich wieder aufgebaut, doch wie? Von Gottes Hand (1738). Du hältest Deine Hand über mir“ Die lateinischen Buchstaben lassen, wenn man die Zahlenwerte zusammen zählt, die Jahreszahl des Brandes und die des Neubaus erkennen. Später wurde dieser Spruch übermalt. Die abgeänderte Fassung lautet: „Des Feuers Gluth hat mich und Wesselburen verbrannt (1736) Jetzt werde ich wieder aufgebaut, doch wie? Von Gottes Hand (1738).“

Auffällig sind noch der Rote Stuhl unter der Orgel und der Blaue Stuhl links neben dem Chor. Die Plätze dort wurden an reiche Bürger verkauft, um den Bau der Kirche zu finanzieren.
Der Altar wurde in Lübeck gefertigt: Als eine Nachbildung des damaligen Altars in der Marienkirche. Direkt darüber ist ein Relief der Abendmahlszene zu sehen. Im Mittelpunkt der Gekreuzigte, mit seiner Mutter Maria und dem Jünger Johannes. Flankiert von der symbolischen Darstellung zweier christlicher Tugenden: Links die Liebe mit Kelch und Bibel und einem brennenden Herzen, rechts die Hoffnung, die das Kreuz festhält und den Anker des Glaubens.
(Das angrenzende Fenster wurde während einer Veranstaltung im letzten Jahr leider beschädigt und mußte ausgetauscht werden. Das war die Gelegenheit für ein eher ungewöhnliches Foto.)

Fotokalender St. Bartholomäus Wesselburen "Die Hoffnung"

Die Klapmeyer-Orgel von 1740 Johann Hinrich Klapmeyer (ein Schüler von Arp Schnitger) erhielt den Auftrag, ein angemessenes Instrument für die St. Bartholomäus-Kirche zu bauen. Die Orgel wurde ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Zentrums Dithmarschens.
Aufgrund der hervorragenden Akustik und der beeindruckenden Größe (1000 Sitzplätze) finden viele Konzerte und Veranstaltungen (z.B. die Verleihung des Brahmspreises) statt.

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